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Warum guter Kundenservice im Mittelstand zum Wettbewerbsfaktor wird – ein Interview mit André Balke

16.04.2026

Mittelständische Unternehmen stehen im Kundenservice unter doppeltem Druck: Die Erwartungen der Kunden steigen, gleichzeitig fehlen Zeit, Personal und oft auch belastbare Strukturen, um Service dauerhaft auf gutem Niveau zu halten. Genau hier setzt die Mittelstandsinitiative von regiocom an. Im Interview erläutert André Balke, Deutschland-Chef von regiocom, warum professioneller Kundenservice künftig immer stärker zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für mittelständische Unternehmen wird und wie Unternehmen mit gutem Kundenservice ein echtes Differenzierungsmerkmal im Markt entwickeln können.

Herr Balke, wenn ich als Mittelständler im Kundenservice unter Druck stehe: Was bringt mir die Mittelstandsinitiative konkret?

Vor allem Entlastung an den Punkten, an denen es im Alltag kritisch wird. Vielen mittelständischen Unternehmen fehlt es nicht an Kundenorientierung, sondern an Kapazitäten. Die Teams sind engagiert, arbeiten aber oft am Limit. Wenn dann zusätzlich Bedarfsspitzen, Krankheitsausfälle oder ein wachsendes Anfragevolumen dazukommen, gerät der Service schnell unter Druck.

Unsere Mittelstandsinitiative ist darauf ausgelegt, genau diese Engpässe aufzufangen. Wir helfen Unternehmen dabei, ihre Erreichbarkeit zu sichern, wiederkehrende Anliegen professionell zu bearbeiten und ihre Serviceprozesse insgesamt stabiler aufzustellen. Das Ziel ist nicht mehr Komplexität, sondern spürbare Entlastung und ein Service, der verlässlich funktioniert.

Viele Mittelständler sagen: Unser Kundenservice läuft irgendwie nebenher mit …

Genau das erleben wir häufig. Kundenservice ist in vielen Unternehmen historisch gewachsen. Vieles funktioniert über Erfahrung, Einsatzbereitschaft und Improvisation. Das verdient Respekt, stößt aber irgendwann an Grenzen. Spätestens dann, wenn Volumen steigen, Reaktionszeiten leiden oder die internen Fachbereiche immer stärker mit Serviceaufgaben belastet werden.

Wir setzen dort an, wo Service aus dem Improvisationsmodus herausgeführt werden muss. Das heißt: Prozesse klarer strukturieren, Standards schaffen, Lastspitzen absichern und Aufgaben so organisieren, dass sie zuverlässig und wirtschaftlich bearbeitet werden können. Für Mittelständler ist das oft der entscheidende Schritt, um wieder Luft für das Kerngeschäft zu bekommen.

Warum „Kundenservice Made in Germany“?

Gerade im Mittelstand ist der Kontakt zum Kunden oft eng, persönlich und geschäftskritisch. Wer hier nicht sauber kommuniziert, nicht erreichbar ist oder unklar auftritt, riskiert mehr als nur eine verpasste Anfrage. Er beschädigt unter Umständen die Beziehung zum Kunden.

„Kundenservice Made in Germany“ steht für die Themen, die für Mittelständler relevant sind: Nähe, Verlässlichkeit und ein klares Qualitätsverständnis. Es geht um sprachliche Sicherheit, um ein gutes Verständnis für Erwartungen im deutschen Markt und um Teams, die Prozesse nicht aus der Distanz, sondern nah am Auftraggeber steuern. Unser Anspruch ist kein anonymer Standard, sondern eine Partnerschaft, in der wir die Marke unserer Auftraggeber professionell mittragen.

Wie profitieren Mittelständler von der regiocom-Initiative?

Wir sprechen mittelständische Unternehmen in Deutschland an, die im Kundenservice spürbar unter Druck stehen. Das kann im Handel oder E-Commerce genauso der Fall sein wie in technischen Dienstleistungen, bei regionalen Anbietern, in serviceintensiven B2B-Geschäften oder überall dort, wo wiederkehrende Anfragen, Peaks und hoher Abstimmungsbedarf zusammenkommen.

Entscheidend ist nicht zuerst die Branche, sondern die konkrete Situation. Gibt es Engpässe bei Personal oder Erreichbarkeit? Bleiben Fachbereiche bei Standardanfragen hängen? Fehlt die Zeit, um den Service vernünftig weiterzuentwickeln? Dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, über ein anderes Setup nachzudenken. Genau dafür setzen wir die Mittelstandsinitiative auf.

Was sagen Sie einem Unternehmer, der zögert, seinen Kundenservice gemeinsam mit einem externen Partner zu gestalten?

Dass es nicht darum geht, Verantwortung abzugeben, sondern Service professioneller abzusichern. Viele Unternehmen verbinden externe Unterstützung noch immer mit Kontrollverlust. Unsere Erfahrung zeigt eher das Gegenteil: Wenn Rollen, Prozesse und Ziele klar definiert sind, entstehen mehr Transparenz, mehr Stabilität und oft auch mehr Qualität.

Gerade im Mittelstand muss eine Lösung praxistauglich sein. Niemand braucht ein großes theoretisches Modell. Es geht darum, schnell zu erkennen, welche Aufgaben sinnvoll ausgelagert oder gemeinsam organisiert werden können, wo Entlastung sofort Wirkung zeigt und wie der Auftraggeber jederzeit steuerungsfähig bleibt. Ein guter Servicepartner ersetzt nicht die Kundennähe eines Unternehmens – er hilft dabei, sie auch im Wachstum zu sichern.

Ihr Fazit in einem Satz: Warum sollten Mittelständler sich jetzt mit der Initiative beschäftigen?

Weil guter Kundenservice heute kein Nebenthema mehr ist, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Und weil mittelständische Unternehmen dafür einen Partner brauchen, der nah dran ist, pragmatisch arbeitet und ihre Realität wirklich versteht.

Wir sind als regiocom seit 30 Jahren am Markt, und viele unserer Auftraggeber halten uns bereits seit Jahrzehnten die Treue. Das spricht für sich.

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