Für regiocom waren das zwei Tage mit vielen Gesprächen und mit einer Beobachtung, die sich durch ganz unterschiedliche Themen zog: Die großen Ziele der Energiewende müssen am Ende in Prozesse übersetzt werden, die jeden Tag zuverlässig funktionieren.
Die Themen greifen immer stärker ineinander
Netzausbau lässt sich nicht isoliert betrachten. Neue Anschlüsse erzeugen zusätzliche Prozesse und Daten. Regulatorische Anforderungen wirken unmittelbar auf operative Abläufe. Der Smart-Meter-Rollout erhöht die Zahl digitaler Vorgänge erheblich. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Sicherheit, Geschwindigkeit und Transparenz.
Damit verändert sich auch die Arbeit von Netzbetreibern.
Ein gutes Beispiel dafür ist Smart Metering. Die technische Installation eines intelligenten Messsystems ist nur ein Teil der Aufgabe. Dahinter stehen Terminierung, Marktkommunikation, Datenverarbeitung, Klärfälle, Kundenkontakte und zahlreiche weitere Prozessschritte. Wenn die Fallzahlen steigen, müssen diese Abläufe skalieren können.
Ähnlich sieht es im Regulierungsmanagement aus. Daten müssen verfügbar, korrekt und nachvollziehbar sein. Fristen müssen eingehalten und Informationen aus unterschiedlichen Systemen zusammengeführt werden. Aus einer regulatorischen Vorgabe entsteht damit sehr schnell eine operative Aufgabe.
(Foto v.l.n.r: Klemens Gutmann, Franka Simon-Host, Lars Plagemann, Sören Schirner)
Digitalisierung muss im Betrieb ankommen
Auch künstliche Intelligenz war beim Treffpunkt Netze ein Thema. Für Netzbetreiber wird dabei zunehmend entscheidend, an welchen Stellen KI tatsächlich einen Beitrag zur täglichen Arbeit leisten kann.
Der Maßstab ist dabei nicht die Technologie allein. Entscheidend ist, ob Prozesse dadurch schneller, stabiler oder wirtschaftlicher werden und gleichzeitig die notwendige Qualität erhalten bleibt.
Gerade in einer Branche mit komplexen regulatorischen Anforderungen und einer hohen Bedeutung von Versorgungssicherheit braucht Digitalisierung belastbare operative Konzepte.
Von der großen Transformation zur konkreten Aufgabe
Für regiocom liegt deshalb ein wesentlicher Schwerpunkt darauf, technische, regulatorische und operative Kompetenz miteinander zu verbinden. Nicht jede Aufgabe benötigt eine neue Plattform und nicht jeder Prozess lässt sich vollständig automatisieren. Gefragt sind Lösungen, die zur jeweiligen Aufgabe passen und sich unter realen Bedingungen skalieren lassen.
Der Treffpunkt Netze 2026 hat gezeigt, wie eng die unterschiedlichen Herausforderungen der Netzwirtschaft inzwischen miteinander verbunden sind. Für regiocom waren die beiden Tage deshalb vor allem eine Gelegenheit, konkrete Erfahrungen auszutauschen, bestehende Kontakte weiterzuführen und neue Gespräche zu beginnen.
[Foto oben: Pedro Becerra / BDEW]
Michael Maack
Leiter Unternehmenskommunikation
regiocom-Gruppe
Telefon: +49 160 97098417




















